Weniger Strahlung gibt mehr ... Internet über die Steckdose (Powerline | DLAN | PLC)
Freitag, 02 März 2018 10:55

Internet über die Steckdose (Powerline | DLAN | PLC)

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Internet über die Steckdose (Powerline | DLAN | PLC) TP-Link

Als Alternative zu WLAN, wird häufig DLAN eingesetzt, also die Internetübertragung über das hauseigene Stromnetz.

Powerline oder PLC sind andere Begriffe für DLAN.

DLAN ist attraktiv für Menschen, die kein WLAN nutzen möchten aber für die Verlegung von LAN-Kabeln Wanddurchbrüche scheuen. Bei DLAN stecken Sie einen Adapter in eine Steckdose in der Nähe Ihres Routers und verbinden den Adapter per LAN-Kabel mit einem freiem LAN-Anschluss an Ihrem Router. Den zweiten DLAN-Adapter können Sie in eine beliebige Steckdose Ihres Hauses stecken und von dort aus Ihren Computer, Raspberry-Pi, Ihr IP-Telefon, Ihre Überwachungskamera oder jedes beliebige andere Gerät mit Netzwerkanschluss mit dem Internet verbinden. Sie können sich beliebig viele DLAN-Adapter hinzu kaufen und an beliebiger Stelle zusätzlich in Ihrem Haus einstecken, um weitere Geräte zu nutzen.

Leider sind die Stromleitungen in Ihrem Haus in der Regel nicht geschirmt. Dadurch passiert es bei DLAN, dass es im Nahbereich Ihrer Stromleitungen zu Funkstrahlung kommt, die gesundheitlich durchaus bedenklich ist. Das Problem dabei ist, schließen Sie auch nur einen DLAN-Adapter an, betrifft das jede fest installierte Stromleitungen in Wänden, Decken und Fussböden, jedes Kabel, das in eine Steckdose eingesteckt ist und jedes elektrische Gerät, dass angeschlossen ist. Ihr gesamtes Stromnetz, alle Kabel und elektrischen Geräte werden dadurch zu Sendeantennen.

Ein Youtube-Video zeigt die Belastung, die sich an Ihren Körper ankoppelt, anhand einer Messung:

DLAN-Strahlung - Ankopplung an den Körper

Je höher die Datenübertragung über die DLAN-Adapter ist, umso höher die Strahlenbelastung. Aus diesem Grund werden von den meisten Baubiologen und vor allem Elektrosensiblen DLAN-Adapter als Alternative zu WLAN abgelehnt. Die Erfahrung etlicher Betroffener zeigt, dass DLAN ähnliche und zum Teil sogar schlimmere Symptome hervorruft als WLAN, da die DLAN-Strahlung im Gegensatz zu WLAN im gesamten Haus gleich stark ist.

Möchten Sie trotzdem DLAN einsetzen, empfehle ich Ihnen, Adapter mit möglichst geringer Datenübertragungsrate einzusetzen. Je niedriger die Datenübertragungsrate, umso geringer die Strahlenbelastung. Adapter mit 200 oder 300 MBit/s sind weiterhin am Markt erhältlich und reichen in der Regel für die meisten Bedarfe an Übertragungsgeschwindigkeit vollkommen aus.

Diese Adapter bspw. arbeiten mit 200MBit/s und haben eine integrierte Steckdose, so dass durch den Einsatz des Adapters keine freie Steckdose verloren geht.

Ein anderes Youtube-Video zeigt mittels Messung, dass DLAN-Adapter im Standby, also während der Zeit, in der keine Daten übertragen werden, kaum Strahlung aussenden.

DLAN-Strahlung im StandBy

Trotzdem empfehle ich Ihnen, auf Nummer sicher zu gehen und die DLAN-Adapter bei Nichtgebrauch abzuschalten. Dafür können Sie bspw. einen schaltbaren Zwischenstecker nutzen, der zuerst in die Steckdose gesteckt wird und in welchen Sie dann den DLAN-Adapter stecken. Alternativ ist eine Zeitschaltuhr als Zwischenstecker möglich. Damit können Sie zumindest für die Nacht eine Abschaltung der DLAN-Adapter automatisieren.

Die Internetverbindung zu den DLAN-Adpatern und Ihrem Computer oder anderen Geräten, können Sie mit herkömmlichen LAN-Kabeln herstellen. Aus optischen Gründen empfehlen sich Flachkabel, die sich wunderbar unter Teppichen und hinter Fußleisten verlegen lassen.

 Flackabel gibt es u.a. in 5m, 10m, 20m30m und 50m Länge. 

 

Haben Sie in einem Raum mehrere Geräte, die Internet benötigen, reicht pro Raum ein DLAN-Adapter. An diesen können Sie einen Netzwerk-Switch anschließen. Netzwerk-Switches sind so etwas wie Mehrfachsteckdosen für LAN-Netzwerke. Den Netzwerk-Switch verbinden Sie per LAN-Kabel mit dem DLAN-Adapter. Je nach Switch können Sie dann 4, 7 oder noch mehr Geräte per LAN-Kabel mit dem Internet verbinden. Sind Ihre Endgeräte wie bspw. IP-Telefone, Überwachungskameras oder RaspberryPi PoE-fähig, können Sie alternativ auch Netzwerk-Switches mit PoE nutzen. PoE steht für Power-over-Ethernet. Die Stromversorgung Ihrer Geräte (sofern PoE-fähig) erfolgt dann über das Netzwerkkabel und Sie sparen sich für Ihre Endgeräte das zusätzliche Stromkabel.

  Solche PoE-Netzwerk-Switches gibt es ebenfalls für den Anschluss von 4 oder 7 Geräten.

 

 

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